Theaterpädagogik Düren

"Der Arbeitslose" oder

"Gibt es eine Gemeinschaft auf einem untergehenden Schiff?"

Schauspiel von Erna Schiefenbusch 

 

 

 

Ensemble "Ernas Erben" an Bord 

 

 

Konrad begreift es nicht. Er hat ein gutes Examen in den Händen und sucht trotzdem seit zwei Jahren eine Anstellung als Architekt. Alle Bewerbungen auf die wenigen ausgeschrieben Stellen waren erfolglos, es fehlt an Erfahrung und Beziehungen. Nicht nur er verzweifelt an der aussichtslosen Lage, auch für seine Eltern und seine Verlobte Gerda wird es immer schwieriger ihm Mut zuzusprechen. Als dann auch noch ein ehemaliger Studienkollege auftaucht, der sich scheinbar als Architekt etabliert hat, rutscht Konrads Selbstbewusstsein ins bodenlose. Doch da erreicht ihn die Nachricht, dass Baumeister Stiehl eine Stelle zu vergeben hat…

Das 1931 von Erna Schiefenbusch geschrieben Stück „Der Arbeitslose“ beeindruckt durch seine immer noch hochaktuelle Thematik und seine bildreiche Sprache. Schiefenbusch gelingt es, in eindringlichen Metaphern die Sorgen und Nöte arbeitsloser Menschen erfahrbar zu machen. Eines dieser sprachlichen Bilder war auch die Idee für das Regie- und Ausstattungskonzept der Uraufführung durch das Ensemble „Ernas Erben“ im Haus der Stadt. „Gibt es eine Gemeinschaft auf einem untergehenden Schiff?“ Dieses Zitat hat das Ensemble mit der Spielleiterin Marion Kaeseler wörtlich genommen und läd das Publikum ein, sich an Bord eines Schiffes mit dieser Frage auseinander zu setzen. Natürlich darf das ein oder andere Seemannslied nicht fehlen. Die Mischung aus einem sprachlich-thematisch anspruchsvollem Stück und dem ungewöhnlichen Aufführungskonzept, macht den besonderen Reiz dieses Theaterabends aus, dargeboten von hoch motivierten und talentierten Dürener Amateur-Schauspielern zwischen 16 und 69 Jahren.

Die Uraufführung von "Der Arbeitslose" von Erna Schiefenbusch begeisterte über 600 Zusbeitschauer und löste Begeisterungsstürme bei der Presse aus. Die Kritiken und Fernsehbeiträge sind hier zu sehen.

Im März 2011 zeigte die Gruppe eine erste szenische Präsentation mit eigenen Texten und eigenen Gedanken zu folgenden Themen: Angst vor der eigenen beruflichen Zukunft, Klischees über Arbeitslose, Anforderungen von Eltern und Arbeitswelt etc.

 

 

 

Bilder der szenischen Präsentation im März 2011

 

 

   

Chorelement: "Bin arbeitslos"-Pappschild

 

Der schlechte Arbeitslose...ist faul!

 

 

   

Halt geben

 

"Nach dem Studium? Keine Arbeitsstelle?!"

 

 

   

"...doch dieses Leben bietet soviel mehr..."

 

"Was machst du nach dem Abi?"

 

 

   

"Jetzt raten sie mal, wer Konrad den Job vor der Nase wegschnappt!"

 

"Ich habe Angst..."

 

Und so sah es im November 2011 aus:

Bilder der Generalprobe

 

 

 

   

4 Konrads fordern: "Ich will Arbeit haben!"

 

Konrads Verlobte Gerda versucht Konrad auf zu muntern.

 

   

Konrad ist demotiviert und verzweifelt.

 

Der Konkurrent Brösel schleimt sich bei Konrads Mutter ein.

 

   

Zwei gegensätzliche Positionen: Der "gute" Arbeitslose und der "schlechte" Arbeitslose

 

"Es weht der Wind mit Stärke zehn..."

 

   

Baumeister Stiel: "Die Stelle ist vergeben und ich kann den Vertrag jetzt nicht mehr rückgängig machen!"

 

Konrad: "Wissen sie, was ein Anfänger ist? Der ist wie ein Seegelboot vor seiner ersten Ausfahrt. Der sticht in See, um den Ozean zu besiegen."

 

   

Gerda: "Warst du bei Baumeister Stiel, wegen der Stelle?"

Konrad: "Ich war eine halbe Stunde zu spät."

 

Konrad: "Wir gehen jetzt zu Baumeister Stiel und du wirst ihm sagen, dass du mir die Stelle vor der Nase weggeschnappt hast hast!"

 

 

   

Ein Gewitter zieht auf.

 

Träumen von einem Leben mit Arbeit.

 

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